Weihnachten: Das Fest der Liebe

Weihnachten: Das Fest der Liebe

Weihnachten erinnert mich immer daran, wie wichtig und überaus prägend die Familie für die persönliche Entwicklung ist. Als Baby kommen wir völlig hilflos zur Welt und bedürfen der vollen Aufmerksamkeit unserer Umgebung, im optimalen Fall unserer liebevollen Eltern, damit wir überhaupt lebensfähig sind. Im Säuglingsalter wird der Grundstein für das gesamte spätere Leben gelegt, denn wir dürfen und müssen darauf vertrauen können, dass wir von unserer Umgebung – der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten – bestmöglich versorgt, unterstützt und genährt werden, sowohl was die physische als vor allem auch die psychische Nahrung betrifft. Diese Grundversorgung ist nicht nur lebenswichtig, sondern prägt fortan auch unser gesamtes Leben – in der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang vom sogenannten Urvertrauen, das hier ausgebildet wird.

Weihnachten ist die Zeit im Jahr, in der viele Kinder – wenn auch schon längst erwachsen und von zu Hause weggezogen – gerne wieder in ihr Elternhaus zurückkehren, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Wir alle wissen, dass nicht immer alles so harmonisch dabei verläuft, wie wir es uns oft wünschen würden. Erwartungen, Hoffnungen oder Enttäuschungen, Kränkungen und verletzte Gefühle aus der Vergangenheit kommen hoch, obwohl man sich sicher war, dass so manches Thema eigentlich abgehakt sei. Abgesehen davon, dass in der Familie Platz sein muss und darf für jedwede Entwicklung – wenn sie auch schmerzlich ist – ist es wichtig zu verstehen, dass gerade zu Weihnachten häufig Gefühle ‚hochkommen‘, mit denen wir gar nicht gerechnet hatten, vor allem im Negativen. Ein möglicher Grund dafür ist der, dass Gefühle ganz stark auch durch Gerüche wachgerufen werden, und gerade zur Weihnachtszeit gibt es ja sehr viele Gerüche, die wir dann mit Erinnerungen verbinden.

Der Zusammenhang zwischen Gefühlen und Gerüchen ist erklärbar: Unser Gehirn, und dabei im Speziellen das limbische System, ist der älteste Gehirnteil, und dieser ist ganz eng mit Gerüchen verbunden. Zu Weihnachten umgeben wir uns gerne mit dem Duft von Weihrauch, aber auch das gemeinsame Essen hat in vielen Familien Tradition und so gibt es zu Weihnachten immer ein bestimmtes Mahl zum Heiligen Abend oder am Weihnachtstag. Der Duft durchströmt den Wohnraum und oft finden wir uns in Erinnerungen wieder. Ich hoffe, dass die meisten Gefühle, die dann hochkommen, positiver Natur sind, wie z.B. das Gefühl der Geborgenheit in der Herkunftsfamilie (Eltern, Geschwister, Großeltern, Kinder, Enkelkinder etc.). Viele positive Gefühle und Erinnerungen an die Wärme und Liebe im Elternhaus ermöglichen uns eine tiefe Verwurzelung mit unserer Familie und auch mit unseren Ahnen. Erst durch diese gute und gesunde Verwurzelung können wir sinngemäß nach oben und nach außen wachsen, uns verwirklichen und für ‚höhere‘ Ziele engagieren.

Dabei spielt eines eine sehr große Rolle: Egal, wie wir uns entwickeln – durch das Gefühl des bedingungslosen-geliebt-Werdens können wir auch so manche Niederlagen im Leben einstecken und dennoch unserem Lebenssinn (Lebensplan) folgen, auch wenn wir uns unseren Weg vorher oft anders vorgestellt hätten. Das ist es übrigens auch, was für mich das größte Geschenk des christlichen Glaubens überhaupt ist: Gott liebt uns sosehr, dass er uns die freie Wahl gegeben hat, selber zwischen gut und schlecht, zwischen Sünde und Heil zu wählen, indem er seinen eigenen Sohn Jesus für uns Menschen geopfert hat. Und wieder etwas weiter ausgeholt bringt mich mein Gedankenspiel dann gewissermaßen wieder zur – zugegebenermaßen viel pragmatischeren – Lehre des Feng Shui zurück, denn auch hier finden wir beide Pole: sowohl Yin als auch Yang. Keines der beiden Pole ist nur gut oder nur schlecht, vielmehr bedingt das eine das andere, und keines existiert für sich allein. Ohne Finsternis wäre kein Licht wahrnehmbar und ohne Sünde könnten wir auch nicht wissen, was gut und richtig (für uns) ist.

Im Feng Shui findest du die Herkunftsfamilie im übertragenen Sinn übrigens im Nordosten, was gleichzeitig gewissermaßen der Vergangenheit entspricht. Als Gegenpol dazu befinden sich die Kinder (Kreativität) im Südwesten, dem damit die Zukunft zugeordnet wird. In der Gestaltung unseres Wohnraumes solltest du darauf achten, dass zwischen beiden Bereichen (Vergangenheit – Zukunft) auch Platz ist und nichts die Verbindung beider Pole stört; ansonsten kann die Energie stagnieren und damit auch unter Umständen die Weiterentwicklung. Auch ist es immer interessant, genau hinzuschauen wo Energie von außen hereinkommt bzw. vor allem auch, wo nicht. Damit sind Fenster und Türen gemeint, oder eben Wände bzw. keine Öffnungen nach außen. Manches Mal kann ich beobachten, dass Paare, die keine Kinder möchten, auch in ihrem Wohnbereich im Südwesten keine Öffnung nach außen haben (möchten), auch wenn das oft gar nicht so bewusst wahrgenommen wird.

In jedem Fall passt diese Verbindung von Vergangenheit und Zukunft auch ganz hervorragend zum Thema des Jahresendes, und damit zum Übergang vom alten in das neue Jahr. Und so möchte ich dir den Tipp geben, dir mal genau anzusehen, was du in deinem Wohnbereich im Nordosten/Südwesten siehst, und ob hier die Energie frei (herein-) fließen kann. Ist das, was du siehst, auch das, was du dir wünschst? Alle drei Bereiche – Nordosten, Mitte, Südwesten entsprechen dem Element Erde; übrigens auch ein schönes Bild, wenn man sich das vorstellt: Vergangenheit – Jetzt – Zukunft, verbunden durch das gleiche Element Erde, dem nährenden (Mutter-)Element. Mit diesem Ein-/Ausblick möchte ich dir schöne Feiertage mit viel positiver Energien und Dankbarkeit, für alles was du hast, wünschen; und in der Folge einen guten Start in ein neues Jahr, dem du hoffnungsvoll und vertrauensvoll entgegenblicken mögest. Friedliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2019!

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Wo liegt die Verbindung zwischen Weihnachten, Fengshui und dem Energiefluss in Ihrem Lebensbereich? Ich führe Sie gern zum Jahreswechsel durch dieses Gedankenspiel.
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