Wie Schönheit unser Herz berührt …

Wie Schönheit unser Herz berührt …

Blumen sind das Lächeln der Erde (zit. Ralph Waldo Emerson) und so ist es kaum verwunderlich, dass  der Wonnemonat Mai besonders spürbar auf uns wirkt. So sind wir alle insgesamt optimistischer, haben eine positivere Lebenseinstellung und sind viel eher dazu geneigt, zurückzulächeln. Die Tage werden wieder spürbar länger und laden uns zu Aktivitäten in der Natur ein. Vielerorts wird hierzulande das Maibaum Aufstellen als fixer Bestandteil des Volkskulturellen Lebens in Dörfern und Städten gefeiert.

Der Brauch des Maibaum Aufstellens symbolisiert die „Vertreibung der bösen Geister, Lob und Rüge für die Mädchen im Dorf, sowie Ehrenbezeugung für die Honoratioren“. Während sich die Natur wieder ihren Weg bahnt und uns in Form hellgrüner Wiesen, zahlreichen Blüten, Blumen, Knospen und Früchten erfreut, wird mir immer wieder bewusst, wie wichtig die Natur für uns Menschen ist. Sie erfreut uns, einfach nur dadurch, dass sie da ist und wir sie wahrnehmen – ganz zu schweigen von den vielen positiven Nebeneffekten der Bäume und Pflanzen, die die Luft für uns reinigen, den Tieren Nahrung und Schutz bieten und für uns Früchte hervorbringen.

Sowohl der Osten als Beginn des Frühlings, als auch der Südosten – hier steht die Natur bereits in voller Blüte – sind dem Element Holz gewidmet, welches sich in der Natur so offensichtlich in der Farbe Grün wiederfindet. Wie kaum eine andere Farbe lädt uns die Farbe Grün auch psychologisch gesehen zum Entspannen ein und berührt unser Herz. Dem Herzen wird ja, neben der rein physiologischen Funktion des Sauerstofftransportes im Blut für unseren Organismus eine noch viel wichtigere psychologische Funktion zugeteilt.

Ich bin mir sicher, dass du mir beipflichten wirst, dass wir heute in unserer aufgeklärten, westlichen Weltanschauung mit all ihren wissenschaftlichen Errungenschaften nicht umhinkommen, dem Herzen eine besondere Stellung im menschlichen Organismus einzuräumen. So misst man dem Herz weit mehr Bedeutung zu, wie du an Ausdrücken wie ‚Herzensgüte, ‚Herzenswärme‘, das Herz berühren oder ‚ins Herz geschlossen‘ heraushören kannst. Das Herz ist aus meiner Sicht in besonderer Weise sowohl mit der Natur (des Menschen) verbunden, wie mit der Schönheit. Alles Schöne, das wir wahrnehmen, tut unserem Herzen gut und bereitet uns Freude, wobei wir wieder beim Wonnemonat Mai gelandet wären.

Im Feng Shui befindet sich die Holzenergie im Südosten, wobei hier die Anbringung von allem, was du persönlich als ‚schön‘ empfindest, eine doppelte Bedeutung bekommt: ein schönes Musikstück, eine Pflanze wie z.B. eine Magnolie in voller Blüte, ein Kunstwerk, der Ausblick auf einen Berg oder eine schöne Tapete etc. Wichtig ist, was es in dir auslöst: Einerseits lädt uns diese Energie dazu ein, innezuhalten und zu verweilen und das Schöne – worin du es auch immer sehen magst – wahrzunehmen, und wirkt sich damit positiv auf unsere Herzenergie aus.

Alles, was du direkt in der Natur hier verstärken kannst, ist natürlich doppelt wirksam. Andererseits lädt uns die Holzenergie auch dazu ein, darüber nachzudenken, was Schönheit überhaupt für eine Bedeutung für uns persönlich hat, ohne aufgerieben zu werden zwischen den Polen der Eitelkeit versus Askese. Schönheit liegt in der Wahrnehmung des Betrachters, und so war sie auch immer schon abhängig von Konventionen und gesellschaftlichen Werten.

Für mich persönlich gehört zum Begriff der Schönheit auch dazu, dass man sie pflegt – wie z.B. eine schöne Pflanze, ein schönes Möbelstück und natürlich uns selber – und auch hier geht es wieder um die Beschäftigung mit der Energie. Wenn du nun noch einen Schritt weitergehen willst, so heißt es ja, dass das Schöne nicht nur ‚unser Herz berührt‘, sondern auch ‚unserer Seele guttut‘. Nicht umsonst ist der Kontakt mit er Natur so wunderbar und überaus wichtig für uns. Das zeigt allein schon die Vielfalt der Kräuter, die uns die Natur quasi gratis zur Verfügung stellt, um damit etwaige physische oder auch psychische Leiden auszukurieren.

Ich bin ein großer Fan der Kräuterheilkunde und immer wieder darüber verwundert, welch breites Spektrum an Heilkraft in so manch unscheinbarer Pflanze liegt. Eine davon ist der Bärlauch, der uns im Frühling übrigens – gegen die Frühjahrsmüdigkeit – zu neuen Bärenkräften verhelfen kann und uns darüber hinaus guttut. Aber Achtung beim Pflücken: Eigentlich ist die Bärlauchsaison – aufgrund der hohen Temperaturen bis jetzt – schon fast wieder vorbei. In jedem Fall bin ich sicher, dass der Wonnemonat Mai allein schon durch so viel Anwesenheit von Schönheit uns noch viel Herzensfreude bereiten wird und so wünsche ich dir eine schöne Zeit! 😊

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